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Verkannter Recycling-Held: Blei ist deutlich besser als sein Ruf

Da staunen selbst die Experten: Blei Recycling erreicht ungeahnt hohe Quoten. Schließlich ist Blei nach Gold das am besten recycelte Metall. Es lässt sich unendlich oft wiedergewinnen – und das nahezu ohne Qualitätsverlust. Warum das so überraschend ist? Weil Blei lange Zeit keinen guten Ruf hatte.

Früher kam Blei oft in Kraftstoffen oder Farben zum Einsatz. Dort wurde es teils unkontrolliert freigesetzt, was gesundheitsgefährdende Folgen hatte. Entsprechend streng reguliert der Gesetzgeber heute die Produktion und Verwendung von Blei.  Es ist inzwischen nahezu ausgeschlossen, dass Blei in die Umwelt gelangt. Gerade in fester Form ist es nicht giftiger als jedes andere Metall – weshalb es so auch schwerpunktmäßig eingesetzt wird.

Das Diagramm zeigt, in welchen Bereichen Blei besonders stark genutzt wird

Eine Welt ohne Blei? Undenkbar!

Blei kommt nicht nur in Autobatterien zum Einsatz. Es findet sich auch in Akkus zur Notstromversorgung und in der Solarindustrie. Weitere Einsatzfelder sind: Strahlenschutz, die Fertigung optischer Gläser und Linsen, Säureschutz im Anlagenbau, Schwingungsdämpfer in Maschinen und Gebäuden, Dachabdeckung, Schallschutz, Isolation, Kabelschutz … und natürlich als hochwertiger Werkstoff.

Sie sehen: Ohne Blei geht es in unserer Gesellschaft nicht. Umso wichtiger ist es, das wertvolle Metall immer wieder aufzubereiten und auch neu zu gewinnen. Doch wie funktioniert das Blei Recycling? Und wie gewinnen wir neues Blei, obwohl die deutschen Vorkommen längst erschöpft sind? Gehen wir einen Schritt zurück und betrachten erst einmal die Eigenschaften des Metalls.

Der Stoff, aus dem Recycling-Helden gemacht sind … 

Blei hat einen niedrigen Schmelzpunkt, der bei 327°C liegt. Der Siedepunkt liegt bei ca. 1750°C. Es lässt sich gut ziehen, walzen, gießen und löten. Doch besonders interessant wird Blei durch diese Eigenschaft: Es ist in Schwefel- und Flusssäure unlöslich, weil sich Salzüberzüge bilden, die den Säureangriff verhindern. Es tritt also eine Passivierung der Oberfläche ein. Dadurch qualifiziert es sich optimal für die Herstellung von Blei-Säure-Batterien, also beispielsweise Autobatterien. Insgesamt ist Blei sowohl ökologisch als auch ökonomisch die weitaus beste Wahl in diesem Bereich.

Ein zweites Leben für Blei: Das Blei Recycling

Jedes Jahr werden in Europa ca. 2 Mio. Tonnen Blei hergestellt – und verbraucht. Dabei stammt der Hauptteil aus Recyclingblei. Der größte Anwendungsbereich sind Autobatterien, die einen Bleianteil von ca. 60 % beinhalten. Entsprechend wichtig ist die Rückgewinnung des Bleis geworden. Als Experten im Bereich des Batterie-Recyclings ist ECOBAT Technologies das einzige globale Unternehmen, das einen geschlossenen Kreislauf für Blei-Batterien anbietet. Dementsprechend geben wir gerne einen Einblick, wie bei uns das Blei Recycling funktioniert. Insgesamt läuft es in 5 Schritten ab.

01. Am Anfang steht das Sammeln

Zuerst müssen die Batterien gezielt gesammelt werden. Für Verbraucher gilt: Die alte Autobatterie gehört zum Wertstoffhof. Oftmals wird sie jedoch auch in der Werkstatt getauscht und dort fachgerecht entsorgt. Wir sammeln die Batterien dann mit unserer modernen Fahrzeugflotte und führen sie dem Recycling zu. Die Batterien werden komplett mit Säure in unseren Sekundärhütten angeliefert. Beim Transport achten wir auf maximale Sicherheit. Wie das aussieht, haben wir hier am Beispiel von Lithium-Ionen-Akkus erklärt.

Ein LKW liefert Batterien zum Blei Recycling an

Die Berzelius-LKWs transportieren alte Bleibatterien nach höchstem Sicherheitsstandard

02. Zum Blei Recycling gehört die Trennung

Nach der Sammlung beginnt die Aufbereitung. Dafür werden die Batteriebestandteile sortenrein getrennt. So entstehen die Fraktionen Bleigitter und Bleipaste, Kunststoffseparatoren wie PVC, Polyethylen oder Glasfasergewebe, Gehäusematerial wie Polypropylen sowie Schwefelsäure. Nur durch die korrekte Trennung gelingt das Blei Recycling.

03. Zerkleinern, trennen und filtrieren

Vor dem Zerkleinern des Akkuschrotts trennen wir die Schwefelsäure ab. Sie wird filtriert und in Tanks zwischengelagert. Anschließend zerkleinert ein Hammerbrecher die Akkus in ca. 5 cm große Stücke. Danach wird gesiebt. Wir trennen die feinkörnige Bleipaste von den groben Bestandteilen wie Bleigitter, Polen und Kunststoffen. Durch Hydrostromsortierung – aufströmendes Wasser trägt die Kunststoffe aus – trennen wir diese Grobfraktionen anschließend nach ihrer Dichte.

Ein Sieb trennt die verschiedenen Materialien auf

Ein Sieb trennt die verschiedenen Materialien nach ihrer Dichte

04. Energetische Verwertung, Entschwefelung und Extraktion

Natürlich fallen bei diesem Prozess auch nicht recycelbare Kunststoffe wie Separatoren an. Diese verwerten wir energetisch. Dafür extrahieren wir den Polypropylen-Anteil als Recyclingprodukt. Die Bleipaste, die wir gewonnen haben, entschwefeln wir mit Natronlauge. Dadurch entstehen Bleioxid und Natriumsulfat.

05. Einschmelzen in Kurztrommelöfen

Anschließend wird es heiß. In vollständig eingehausten Kurztrommelöfen schmelzen wir Bleigitter, entschwefelte Bleipaste, Altblei und bleihaltige Rückstände wie Flugstäube, Aschen, Schlämme und Gekrätz bei etwa 1000°C ein. Danach gießen wir die flüssigen Schmelzprodukte – Werkblei mit mindestens 96 % Bleigehalt in Tiegel ab. So geben wir das Werkblei zur weiteren Verarbeitung in die Raffination.

Das geschmolzene Blei wird in Tiegel abgegossen

Das geschmolzene Blei wird in Tiegel abgegossen

Nicht „nur“ Blei Recycling, auch Neugewinnung

ECOBAT ist nicht nur auf das Blei Recycling spezialisiert. Als eins von zwei Unternehmen in Deutschland produziert unser Unternehmen Berzelius Stolberg noch „frisches“ Blei. Die Schwierigkeit dabei: Die deutschen Bleireserven sind längst erschöpft. Deshalb arbeiten wir mit sehr komplexen Erzen, die heute aus Ländern wie Schweden oder Peru kommen. Als „Edelmetallsammler“ liefern die Erze unter anderem Metalle wie Silber und Gold gleich mit. Allerdings ist die Verarbeitung dadurch wesentlich aufwendiger als das Recycling von Blei. Deshalb sind inzwischen auch aus den meisten traditionellen Bleihütten moderne Recyclinganlagen geworden.

„Über 100.000 Tonnen Neu-Blei entstehen jährlich am Berzelius Standort in Stolberg“

Das gelingt uns nur durch das innovative QSL-Verfahren. Dieses weltweit einzigartige Verfahren ermöglicht uns die Bleiproduktion in einem einzigen geschlossenen Aggregat. Dabei nutzen wir die im Bleikonzentrat enthaltenen Sulfidschwefel als Brennstoff. Das senkt den Energieverbrauch im Vergleich mit herkömmlichen Anlagen auf weniger als ein Drittel. Ebenfalls bemerkenswert: Wir stoßen gegenüber konventionellen Verfahren bei derselben Menge Blei ca. 40 % weniger CO² aus.

Das bahnbrechende QSL-Verfahren im Detail

Zur Aufbereitung homogenisieren wir schwefelhaltige Bleikonzentrate und sekundäre Vorstoffe in einem Durchlaufmischer mit Zuschlagstoffen. Durch Zustellbänder und Chargiertrichter leiten wir diese Mischung dann in den Reaktor. Dort blasen Düsen in der Unterseite des Aggregats reinen Sauerstoff ein. In dieser Oxidationszone des Aggregats entsteht nun das sogenannte Werkblei. Dieses Blei ist noch mit Begleitelementen, metallischen „Verunreinigungen“ wie Kupfer, Silber, andere Edelmetallen, Antimon und Wismut behaftet.

Das Aggregat ist leicht geneigt gebaut. Dadurch fließt das Werkblei zur Stirnseite der Oxidationszone. Dort wird es in regelmäßigen Abständen abgestochen. Das Abgas wird nach dem Abkühlen auf unter 400°C mehrstufig gereinigt.  Das darin enthaltene Schwefeldioxid wandeln wir in besonders reine Schwefelsäure um. Die ebenfalls in der Oxidationszone gebildete Primärschlacke mit einem Restgehalt an Blei in Form von Bleioxid fließt im Gegenstrom in die Reduktionszone. Dort wird das Bleioxid unter Zugabe von Kohlenstaub zu metallischem Blei reduziert. Dieses fließt zurück in die Oxidationszone.

Unser Aggregat im einzigartigen QSL-Verfahren sorgt dafür, dass wir neues Blei gewinnen

Raffiniert und vielseitig

Ab diesem Schritt überschneiden sich Neugewinnung und Blei Recycling stark. Schließlich geht es für das Werkblei in die großen Raffinationskessel. Dort werden in bis zu 9 Schritten die einzelnen metallischen Verunreinigungen selektiv entfernt. Dabei ist der Aufwand deutlich größer als beim Recycling, denn die Anzahl der Verunreinigungselemente ist höher. Deshalb gibt es für jeden Entfernungsschritt einen speziellen Kessel, so dass das Blei von einem Raffinationsschritt zum nächsten gepumpt wird. Wir geben beispielsweise Zink hinzu, um Silber als Reichschaum auszuschleusen; bei Wismut kommt eine Magnesium-Calcium-Legierung zum Einsatz. Kupfer, Silber, andere Edelmetalle, Antimon und Wismut werden so selbst zu hochwertigen Rohstoffen.

Als Endprodukt entstehen entweder Blei in verschiedenen Reinigungsgraden (bis zu 99,99 %) oder durch gezielte Zugaben von Kupfer, Calcium, Zinn, Silber oder Tellur kundenspezifische Bleilegierungen. Unsere Erzeugnisse gießen wir in Barrenform und verkaufen sie an die Industrie.  Unser Blei ist bei der Londoner Metallbörse registriert. Dabei stehen STOLBERG, BSB und F exemplarisch für die Qualitäten unseres Unternehmens.

Bleibarren, die bei Berzelizus Stolberg neu gewonnen werden

Das neu gewonnene oder recycelte Blei wird  in Barrenform verkauft

Wir sind Experten für Blei Recycling und Neugewinnung

Nochmal zusammenfassend: Ein Leben ohne Blei funktioniert nicht. Deshalb ist es uns besonders wichtig, in diesem Bereich Vorreiter zu sein. Immerhin bieten wir als einziges, globales Unternehmen einen geschlossenen Kreislauf für das Blei Recycling an. Gleichzeitig sind wir eins von zwei deutschen Unternehmen, die noch selbst Blei gewinnen. Sie sehen: Mit uns haben Sie einen echten Experten in Sachen Blei an der Hand. Selbstverständlich sind für uns höchste Produktions- und Sicherheitsstandards. So gewährleisten wir bestmögliche Mitarbeitersicherheit und den entsprechenden Umweltschutz. Sie wollen mehr erfahren? Dann melden Sie sich einfach! Wir stehen Ihnen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung.

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